DriveNow hat in Wien nach 3 Monaten 21.000 Nutzer

Der deutsche Carsharing Anbieter DriveNow ein deutsches Gemeinschaftsunternehmen des Automobilherstellers BMW und des Mobilitätsdienstleisters Sixt, bietet sein Angebot seit drei Monaten auch in Wien an. Die 400 Fahrzeuge des Carsharing Unternehmens werden in Wien derzeit von rund 21.000 registrierten Nutzern im Durchschnitt zwei Mal monatlich gebucht.

Größter Standort des deutschen Unternehmens ist Berlin mit rund 130.000 Nutzern. Des Weiteren unterhält DriveNow mehrere CarSharing-Stationen in Deutschland sowie in London und San Francisco. Derzeit sind keine weiteren Stationen in Österreich geplant. Expandieren möchte das Unternehmen jedoch in weiteren europäischen Ländern sowie in den nordamerikanischen Metropolen. Begründet wird dieser Schritt von der Unternehmensführung damit, dass für ein wirtschaftlich tragfähiges CarSharing-Angebot ein gutes öffentliches Verkehrsnetz sowie eine ausreichende potenzielle Kundenzahl notwendig ist. Dies sei derzeit in Österreich ausschließlich in Wien der Fall.

DriveNow-Österreich-Chef Robert Kahr möchte in Zukunft verstärkt auf die Kooperation mit Einkaufszentren und Unternehmen setzen. Diese Strategie hat sich in Deutschland bewährt, wo DriveNow bereits mit renommierten Unternehmen wie Siemens kooperiert und drei Jahre nach dem Start des Angebots bereits schwarze Zahlen schreibt. In Österreich zählen derzeit die Wiener Linien, der Flughafen Wien und das Outletcenter Parndorf zum Kooperationskreis des CarSharing-Anbieters. Nutzer der Autos auf Zeit erhalten beispielsweise Einkaufsgutscheine als Anreiz. Besonders gut wird der Standort Wien-Schwechart angenommen, da auch ein attraktives Parkpaket in das CarSharing Angebot inkludiert ist. Neben den Wienern und Wienerinnen nutzen deutsche Besucher und Geschäftsreisende verstärkt dieses attraktive Angebot um bequem vom Flughafen in die Stadt und zurück zu gelangen.

Vorwürfe der FPÖ, die durch die zunehmende Zahl der CarSharing-Angebote eine Verknappung des Parkplatzangebots befürchtet, weist Kahr entschieden zurück. Die Fahrzeuge der Flotte werden durch das spezielle Angebot weit häufiger bewegt als Privat PKWs und befänden sich dadurch weitaus häufiger auf der Straße. Auch den Vorwürfen, wonach CarSharing Unternehmen geringere Parkgebühren entrichten müssten, widerspricht der DriveNow-Österreich-Chef entschieden.

Alle Fahrzeuge der Wiener Carsharing Flotte sind mit einem Navigationssystem, Sitzheizung und Einparkhilfen ausgestattet. Der Selbstbehalt bei einem selbstverschuldeten Unfall beschränkt sich auf 750 Euro und kann gegen eine Gebühr vollständig entfallen. Der attraktive Mietpreis für die Fahrzeuge auf Zeit beginnt bei 34 Cent pro Minute für einen Kleinwagen. Der günstige drei Stunden Pauschalpreis für einen Mini oder 1er-BMW liegt bei gerade einmal 32 Euro. Sind die Nutzer gezwungen wegen eines bei der Übernahme numehr zu einem viertel gefüllten Tanks die Tankstelle anzusteuern werden zwanzig Minuten Mietzeit gutgeschrieben.

Durchschnittlich einmal in der Woche werden die Fahrzeuge durchgecheckt und gründlich gereinigt, sodass die Nutzer jederzeit ein technisch einwandfreies und sauberes Auto in Empfang nehmen können. Nach nur zehn bis zwölf Monaten Nutzungsdauer werden die Fahrzeuge durch Neuwagen ersetzt und die DriveNow-Gebrauchtfahrzeuge von BMW als junge Gebrauchtwagen zum Verkauf angeboten. Da es derzeit in der österreichischen Hauptstadt noch an Stromtankstellen mangelt verzichtet DriveNow aktuell darauf, auch E-Autos anzubieten.

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